„Erst klimagerecht bauen, dann Baugerecht klimatisieren“ ist ein zurecht weit verbreitetes Kredo in der energieeffizienten Architektur. Um herauszufinden, ob dieses Kredo auch bei einer leerstehende Einkaufsgalerie aus den 1980er Jahren wirtschaftlich umsetzbar ist, wurde ein Bestandsgutachten erstellt und die Sanierungs- und Betriebskosten im Lebenszyklus untersucht. Die Bilanzierung nach DIN 18599 hat ergeben, dass das Sanieren mit Passivhauskomponenten wirtschaftlich umsetzbar ist. Der dann verbleibende, sehr geringe Restwärmebedarf wird durch Erdwärme thermalen Ursprungs gedeckt. Dadurch konnte der Primärenergiebedarf um über 80% gesenkt werden.
Begegnungen erschließen
Das Innere des Komplexes ist nach neuestem bibliothekspädagogischen Wissensstand klar strukturiert. Ineinanderfließende Ebenen sowie Blickbezüge über alle Geschosse schaffen einen großzügigen Raumeindruck. Die Organisation in eigenständige Bereiche für die einzelnen Abteilungen – Bibliothek, Lesesaal, Lesecafé, Musikbibliothek und Medienzentrum – trägt dem Bedürfnis nach ausreichenden Rückzugszonen Rechnung. Gleichzeitig entstehen immer wieder Räume, die Begegnung zulassen und fördern und damit den offenen und einladenden Charakter des Hauses unterstreichen.